Dass Alexandra Ålanders Lebensweg sie dahin geführt hat, wo sie heute ist, hat viel mit dem Zeitalter der Entdeckungen sowie den hellen Köpfen dieser Zeit zu tun: «Nach dem Gymnasium in Stockholm verbrachte ich einige Jahre in den französischen Alpen, wo ich hauptsächlich Ski gefahren bin. Quasi nebenbei studierte ich Französisch und Philosophie.» Im Rahmen der Geschichte der Philosophie begann sie auch, sich mit der Geschichte der Wissenschaft auseinanderzusetzen und stiess dabei auf grosse Gelehrte wie Johannes Kepler und Nikolaus Kopernikus. «Ich fand es wahnsinnig spannend, wie diese Männer damals das Universum zu erforschen begannen, und ich entdeckte die Astrophysik für mich.»
Weil Astrophysikerinnen ausserhalb der akademischen Sphäre aber nicht besonders gesucht sind, beschloss Alexandra Ålander, stattdessen an der Königlich technischen Hochschule KTH in Stockholm Physik zu studieren. Als es nach drei Jahren darum ging, einen Schwerpunkt für das weitere Studium zu benennen, entschied sich Alexandra Ålander für die Reaktorphysik. Den Ausschlag dazu hatte ein Besuch im Kernkraftwerk Forsmark gegeben: «Ich erkannte einen praktischen Anwendungsbereich für die eher theoretische Materie.»