Europas Fahrzeugflotten bestehen aus 63 Millionen Autos, Lieferwagen, Bussen und Lastkraftwagen, die von privaten Unternehmen oder Behörden betrieben werden. Obwohl sie nur 20 % des Fahrzeugparks ausmachen, verursachen sie die Hälfte der CO2-Emissionen des Verkehrs. Sie sind also gleichsam Sorgenkind wie mögliche Triebfeder für eine beschleunigte Dekarbonisierung.
«Die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten kann ein echter Game-Changer sein», sagt Kristian Ruby, Generalsekretär des europäischen Dachverbandes Eurelectric. «Sie geht mit einer spürbaren Senkung der Gesamtbetriebskosten wie auch CO2-Emissionen einher. Das ist gutes Geschäft, sowohl für die Flottenbesitzer als auch für die Gesellschaft im Allgemeinen.»
Die öffentlichen Anreize und Rabatte für Massenverkäufe von Stromern machen die Anschaffung für die Behörden und Unternehmen attraktiv. Zudem verkehren Fahrzeugflotten üblicherweise in gut vorhersagbaren Routen – was dem Ausbau neuer Ladeinfrastrukturen an taktisch wichtigen Knotenpunkten Vorschub leistet. Von diesen neuen Ladesäulen profitiert dann auch die Allgemeinheit.