Nicht nur die grossen, sondern auch die in hohem Tempo steigende Zahl kleiner dezentraler Produktionsanlagen muss ans Netz angeschlossen werden. Damit die Rechnung nicht ohne den Wirt gemacht und der produzierte Strom auch abtransportiert und weiterverteilt werden kann, müssen die Netze verstärkt werden. Der Eroberungszug der Photovoltaik auf unseren Dächern und Fassaden hat somit massive Auswirkungen auf das Stromnetz – und zwar in erster Linie auf der untersten Verteilnetzebene, den Quartierstrassen der Stromnetze.
Die konkrete Realisierung der Netzprojekte ist indes mit zahlreichen zeitraubenden Hürden konfrontiert. Wie jede andere Baute stehen auch Netzanlagen ausserhalb der Bauzone vor dem schier unlösbaren Problem, die rigiden Vorgaben der Raumplanung, die Schutzanliegen, die Bedürfnisse der Landwirte und letztlich auch die Auflagen an Netzbetrieb und Kosteneffizienz unter einen Hut zu bringen.
Innerhalb der Bauzone ist es nicht viel besser. Die Schweiz ist weitgehend gebaut, so dass Lösungen für die Infrastruktur in den bestehenden, dicht besiedelten Gebieten nur schwer zu finden sind. Welcher Grundeigentümer will schon einen Trafo auf seinem Grundstück haben...? Auch in den Bewilligungsverfahren selbst bestehen Ineffizienzen, die die notwendigen Investitionen in die Länge ziehen.