Konnektoren
Eine zentrale Komponente der Datenräume ist der Konnektor. Der Konnektor ist mit der Datenquelle verbunden und kann so die Daten im Datenraum zur Verfügung stellen. Die Anbindung an die Datenquelle erfolgt oft über sogenannte Representational State Transfer (REST) APIs. Ein Konnektor garantiert zudem, dass die Daten nur gemäss den Datennutzungsrichtlinien, welche die Dateneigentümerschaft festlegt, ausgetauscht werden. So kann die Verwendung zeitlich, geografisch oder auch auf bestimmte Teilnehmende eingeschränkt werden. Die Konnektoren werden von datenanbietenden (z.B. Hersteller von Wärmepumpen) wie auch datenkonsumierenden (z.B. Dienstanbieter für Energiemanagement) Organisationen betrieben.
Für den Datenaustausch verwenden die Konnektoren aktuelle Verschlüsselungs- und Authentifizierungsverfahren, was auf technischer Ebene zur Vertrauensbildung beitragen soll.
Die Anzahl Konnektoren in einem Datenraum ist grundsätzlich nicht eingeschränkt. Dadurch erhalten Dienstanbieter potenziell Zugriff auf eine grosse Anzahl an Datenquellen. Der Zugriff auf Daten über Konnektoren reduziert den Aufwand für Dienstanbieter, weil diese keine zusätzliche Hardware zur Erfassung der Daten vor Ort installieren müssen.
Identity Hub
Der Identity Hub sichert die Identität aller beteiligten Komponenten im Datenraum. Für jede Transaktion im Datenraum prüfen die beteiligten Komponenten die Identität der jeweils anderen Komponenten, um die Authentizität zu gewährleisten. So wird sichergestellt, dass jede Komponente jene ist, als die sie sich ausgibt. Es ist möglich, den Identity Hub als zentrale Instanz aufzusetzen, was allerdings ein erhöhtes Risiko darstellt, falls der Identity Hub ausfällt oder nicht erreichbar ist. Hier kann ein verteilter Identity Hub Vorteile bieten.
Federated Catalog
Der Federated Catalog enthält Informationen über die Daten, welche die Konnektoren anbieten (Metadaten). Ein Konnektor eines Dienstanbieters kann so ermitteln, welche Konnektoren von Datenanbietenden für seinen Dienst in Frage kommen.
Logging
Das Logging hält alle Transaktionen im Datenraum fest, ohne die Daten selbst zu speichern. Für die Dateneigentümerschaft entsteht damit Transparenz, da sie jederzeit nachverfolgen kann, wer ihre Daten wann verwendet hat. Eine weitere Anwendung des Loggings ist die Verrechnung von Dienstleistungen für die verschiedenen Rollen im Datenraum. So können neben Geschäftsmodellen für Dienstanbieter auch solche für die Hersteller der Geräte, welche die Daten über ihren Konnektor im Datenraum bereitstellen, erstellt werden. Auch die Verrechnung der Dienstleistungen kann mit Unterstützung des Loggings erfolgen.
Datenaustausch im Detail
Bevor im Datenraum Daten ausgetauscht werden, verhandeln die Konnektoren untereinander, ob die Daten überhaupt ausgetauscht werden dürfen. Sie berücksichtigen dabei die Datennutzungsrichtlinien der Dateneigentümerschaft und die Identitäten der Konnektoren (Abbildung 5).
Der anfordernde Konnektor des Dienstanbieters stellt einen Request Contract, welcher vom anbietenden Konnektor z.B. des Wärmepumpenherstellers beantwortet wird. Letzterer stellt nach der Prüfung der Identität mit Hilfe des Identity Hubs ein Agreement aus, wenn die Anforderungen zum Datenaustausch erfüllt sind. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, tauschen die Konnektoren die Daten aus.
Dieses aufwändige Verfahren stellt sicher, dass Konnektoren Daten austauschen, wenn die Datennutzungsrichtlinien der Dateneigentümerschaft erfüllt und die Authentizität der Konnektoren geprüft sind.