Seit Anfang Jahr ist das neue Stromgesetz in Kraft. Es legt die Grundlage für die zukünftige Versorgungssicherheit und Klimaneutralität, indem es ambitionierte Ausbauziele für erneuerbare Energien bis ins Jahr 2050 festsetzt. Reicht das für eine sichere Stromversorgung und Netto-Null bis 2050? Diese Frage beantwortet das Update der Studie «Energiezukunft 2050», die der VSE erstmals im Jahr 2022 in Zusammenarbeit mit der Empa publizierte. Unter Berücksichtigung der aktuellen Regulierung und jüngsten politischen Weichenstellungen hat der VSE die Annahmen und das Modell der Studie aktualisiert bzw. weiterentwickelt. «Mit der aktualisierten Studie will der VSE die energiepolitischen Diskussionen versachlichen sowie Herausforderungen und Lösungen für das Energiesystem der Zukunft aufzeigen», sagt VSE Präsident Martin Schwab.
Voraussetzung für Versorgungssicherheit: Umsetzung Stromgesetz und Abschluss Stromabkommen
Die Resultate der aktuellen Studie zeigen, dass Versorgungssicherheit und Klimaneutralität zum einen entscheidend von der Umsetzung des Stromgesetzes abhängen, zum anderen aber auch vom Abschluss eines Stromabkommens. Mit einem Stromabkommen würde die Schweiz über viel mehr Kapazitäten für Importe und Exporte verfügen, was mehr Handelsmöglichkeiten für die Versorgung eröffnet und diese insgesamt resilienter macht. Mit einem Stromabkommen wird die Schweizer Stromversorgung nicht nur stabiler, sondern auch günstiger. Mit einem Stromabkommen sinken auch die Kosten für Systemdienstleistungen und der Bedarf nach teuren Stromreserven im Inland.