Wir alle können unabhängig davon schon heute einen Beitrag leisten, indem wir kurzfristig weniger Strom und Gas brauchen. Jede Kilowattstunde zählt. Nicht nur die produzierte, sondern auch die eingesparte. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung führt auf seiner Webseite nützliche Spartipps auf (Stromratgeber / Sparappelle). Ende August lanciert dann der Bund eine umfassende Sensibilisierungskampagne mit weiteren Spartipps für Unternehmen und Privatpersonen.
Der Bundesrat entscheidet, OSTRAL führt aus
Falls es trotzdem zu einer Mangellage kommt, entscheidet der Bundesrat über die Bewirtschaftungsmassnahmen, die im Strombereich von langer Hand professionell vorbereitet wurden. Man kann sich dies wie in der Pandemie vorstellen. Der Bund beschliesst per Verordnung, welche Massnahmen notwendig sind, um einer konkreten Krisensituation zu begegnen. So beschloss er zum Beispiel die Maskenpflicht, und die Kantone, Gemeinden, Unternehmen und Bevölkerung setzten diese um. So wäre es auch in einer Strommangellage. Der Bund beschliesst und Strombranche, Unternehmen und Bevölkerung setzen um.
Um diesen Umsetzungsauftrag zu erfüllen, hat der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen schon vor 30 Jahren OSTRAL ins Leben gerufen. OSTRAL ist die Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen. Sie ist eine Kommission des VSE.
Verbrauchseinschränkungen und Kontingentierung, um Netzabschaltungen zu vermeiden
Im besten Fall gelingt es uns mit all unseren Anstrengungen, eine OSTRAL Situation – die Mangellage – zu vermeiden. Sollte dies nicht gelingen, greifen die «OSTRAL Massnahmen» mit dem Ziel, den Konsum zu reduzieren, um das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und Stromnachfrage auf reduziertem Niveau sicherzustellen. Es gilt der Grundsatz: zuerst die mildesten, dann stufenweise strengere Massnahmen. Welche Massnahmen erforderlich sind, entscheidet der Bundesrat immer abhängig von der jeweiligen Krisensituation und dem abgeschätzten Einsparbedarf.