Die Versäumnisse der vergangenen Jahre wiegen immer schwerer. Viele Energieprojekte – egal ob Wasser- oder Windkraft, PV-Freiflächenanlagen oder Netzprojekte – werden durch Einsprachen blockiert und bis vor Bundesgericht bekämpft. Dies hat zur Folge, dass wir weiterhin im Winter stark von Importen abhängen – mit zunehmendem Strombedarf sogar noch mehr – und die für das Klima schädliche Abhängigkeit von fossilen Energien bleibt. Was dringend benötigt würde, ist massiv mehr Strom aus Wasser-, Solar- und Windkraft und weiteren erneuerbaren Energiequellen, weil wir Mobilität und Heizen für das Klima elektrifizieren und zeitgleich den Atomausstieg kompensieren müssen.
Ist eine sichere, erneuerbare und klimaneutrale Energieversorgung überhaupt realistisch? Dies hat der VSE im Branchenprojekt «Energiezukunft 2050» zusammen mit der Empa wissenschaftlich untersucht. Die Studie simuliert das Gesamtenergiesystem bis ins Jahr 2050 und zeigt vier realistische Szenarien, die Energiesicherheit und Klimaneutralität garantieren. Die Studienresultate zeigen eindrücklich, dass eine hohe Akzeptanz für neue Energieinfrastruktur und eine enge Energiekooperation mit der EU beste Voraussetzungen für die Versorgungssicherheit und das Erreichen der Energie- und Klimaziele bringen.