Sei es eine Staumauer an der Trift, eine Windkraftanlage auf dem Grenchenberg oder eine Freiflächen-Solaranlage in Gondo – Infrastrukturprojekte haben es grundsätzlich schwer. Jeder Ausbau ist ein Eingriff in die Umwelt. Um diese Eingriffe so verträglich wie möglich zu gestalten, werden bei Ausbauprojekten Vertreter von Landschaft- und Umweltschutzorganisationen bereits in einer frühen Phase einbezogen. So können deren Anliegen gebührend berücksichtigt werden und in die Planung einfliessen.
Richtige und wichtige Abwägung zwischen Schutz und Nutzen
Diese Abwägung zwischen dem Nutzen, den eine solche Anlage hat, und dem Schutz der Umwelt ist sinnvoll und richtig. Die avisierten Klimaziele können schliesslich nur erreicht werden, indem die Energieproduktion aus fossilen Energieträgern eingestellt und durch Energie aus erneuerbaren Quellen ersetzt wird. Aber dies bedingt den umfassenden Ausbau von Produktionsanlagen für erneuerbare Energien; zumal der Strombedarf vor allem in den Bereichen Mobilität und Heizen stark zunehmen wird.
Schaut man sich die Entwicklung bei der Elektromobilität an, wird klar, dass dieser Ausbau eher früher als später erfolgen sollte. Das hat jüngst auch das Parlament – wohl auch unter dem Eindruck eines akzentuierten Strommangellagen-Risikos im letzten Herbst – erkannt und mit einer Solar- und einer Windoffensive den steinigen Weg für solche Projekte etwas geebnet. Wie viel Auftrieb diese zeitliche begrenzte Unterstützung dem Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen effektiv verleiht, bleibt abzuwarten. Aber es ist ein wichtiges Zeichen der Politik, dass sie den eingeschlagenen Weg unterstützt und beschleunigen will.